Regeln für den Umgang mit Schießpulver

 

Von Colin Armstrong Maître des cannons "Company of Ordinance"

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Kanone laden (Verschluß und Mündung)  Vorgehen bei Versagen (Mündung)  Vorgehen bei Versagen (Verschluß) Stangenfeuerwaffen laden Vorgehen bei Versagen (Stangenfeuerwaffe)
Handfeuerwaffen etc. laden Vorgehen bei Versagen (Handfeuerwaffen) Maßnahmen zur Sicherheit Maßnahmen zur Ersten Hilfe Bemerkung des Autors

 

Die folgenden Regeln sind zu Eurer Orientierung

 

 

Eine Bemerkung von Colin Armstrong (Dwarf)

 

Die folgenden Vorgehensweisen beschreiben das Laden für alle Schießpulverwaffen, das Verhalten bei Versagen und die darauf folgenden Sicherheitsmaßnahmen. Diese Richtlinien gelten für alle Gruppe, die Schießpulverwaffen benutzen. Ich fange nicht mit dem 1x1 an, aber ich will sicher gehen, daß alle Schützen auf demselben Niveau und mit denselben Sicherheitsmaßnahmen arbeiten. Ich bin sicher, daß Ihr alle diese Logik versteht. Ich sehe natürlich ein, daß viele von euch schon lange mit Feuerwaffen umgehen und diesen Vorgehensregeln folgen, aber ich muß sie trotzdem aufschreiben, um sicher zu gehen, daß Ihr sie als Teil des Risikoeinschätzungsprozesses lest. Alle Schützen müssen mit ihrer Unterschrift bestätigen, daß sie diese Vorgehensweisen gelesen haben bevor sie aufs Schlachtfeld dürfen. 

Die Organisatoren der Veranstaltung haben diesen Vorgehensweisen zugestimmt und behalten sich vor, jeden Schützen, der sich nicht daran hält, vom Feld zu verweisen. Wenn du glaubst, du könntest das hier besser und verständlicher schreiben, oder wenn du ein Problem damit hast, diskutier das mit mir per E-mail. Auf der Veranstaltung gibt es keine Diskussion. Wenn du eine Risikoeinschätzung schreiben kannst, die die Sicherheit verbessert, werde ich sie mit Freuden mit Nennung deines Namens einfügen.

Alle Feuerwaffen müssen auf ihre Funktionstüchtigkeit untersucht werden. Waffen, die start zerfressen, verrostet und schlecht instand gehalten sind, dürfen nicht benutzt werden. Waffen, die nicht gesäubert wurden und verunreinigt sind, so daß man sie nicht inspizieren kann, dürfen nicht benutzt werden. Seid Euch bitte bewußt, daß es ein Verbrechen ist, eine Waffe ohne gültiges Prüfungskennzeichen zu verkaufen oder zu verleihen (Ausnahme: Waffen über einem bestimmten Innendurchmesser müssen nicht geprüft werden). Wenn deine Waffe nicht geprüft ist, darfst nur du sie benutzen. Das heißt auch,daß wenn die Waffe eine Kanone ist, keine Crew mit ihr umgehen darf, sonder nur allein der Besitzer. (Wir versuchen gerade, den polizeilichen Standpunkt dazu zu bekommen.)

 

Kanone laden (Verschluß und Mündung)

 

Loses Laden von Pulver ist die bevorzugte Methode eine Kanone zu laden.

Kartuschenladen ist auch akzeptabel;

1.      Alle Kartuschen sind aus Papier

2.      Vor dem Laden punktiert man die Kartusche mit einem nichtmetallischen Belüftungsschlüssel.

3.      Die Waffe wird nach jedem Schuß ausgebürstet und ausgewischt (mopped and wormed)

4.      Die Kartusche ist nicht mit Klebeband umwickelt

 Kartuschen aus Metallfolie dürfen nicht benutzt werden, da sie einen ernsten Gefahrenfaktor darstellen. Ladungen in Plastiktüten sind genausowenig erlaubt, da die Gefahr der Verunreinigung besteht.

 Alle Kanonen müssen einen Ladepfropf haben.  Der Ladepfropf besteht aus:

  1. Heu aus sauberen Ballen, die als Tierfutter benutzt werden (kein STROH)
  2. Gechnittenem Gras, das von einer anderen Waffenmannschaft auf Verunreinigungen geprüft wurde.

 Jeder der dabei erwischt wird, wie er Grass "mit Wurzeln und allem" ausreißt um eine Pfropf zu machen, wir vom Feld verwiesen, da das sehr gefährlich ist. Auf diese Weise wurden schon Steine geladen und gefeuert.

 Alle Kanonen müssen zwischen den Schüssen ausgewischt werden, Verschlüsse von Hinterladern müssen zwischen den Schüssen ausgewischt werden. Um effektiv zu sein, muß ein Wischer fest gepresst sein! Ein lockerer Wischer ist fast unbrauchbar.

 Alle Mitglieder einer Kanonenmannschaft müssen stabile Handschuhe tragen, die zu ihrer Rolle passen. Pulververbrennungen sind kein Kinderspiel und das Risiko nicht wert.

 

 Vorgehen bei Versagen (Mündung)

 

Wenn eine Kanone nicht losgeht ist das folgende Verfahren anzuwenden:

  1. Das Versagen ist vom Mannschaftskapitän anzusagen, um sowohl seine Mannschaft als auch alle anderen in der Nähe darauf aufmerksam zu machen, daß es ein Problem gibt.
  2. Der Waffenkapitän der Waffe säubert das Belüftungsloch mit einem nichtmetallischen Belüftungschlüssel.
  3. Die Waffe wird dann mit einem nichtmetallischen Pulverlöffel neu geladen oder von einer behandschuhten Hand (eine Pulverflasche soll nicht benutzt werden).
  4. Der Waffenkapitän der Waffe wird dann prüfen ob es sicher ist, die Waffe abzufeuern. Wenn es so ist, zündet er die Waffe oder gibt den Befehl dazu.

Eine Waffe, die dreimal versagt, wird außer Betrieb genommen. Keine Waffe wird während der Schlacht ausgebürstet um die Ladung zu entfernen. Unter keinen Umständen darf Wasser in den Lauf einer geladenen Waffe gegossen werden. Jede Waffe, die nach Versagen oder anderen Sicherheitsrisiken außer Betrieb genommen wurde, signalisiert diesen Zustand an Marschälle und anderen Kapitäne (Waffen, Bogenschützen und Fußsoldaten) durch eine rote Fahne.

Das Versagen ist vom Mannschaftskapitän anzusagen, um sowohl seine Mannschaft als auch alle anderen in der Nähe darauf aufmerksam zu machen, daß es ein Problem gibt.

 

Vorgehen bei Versagen (Verschluß)

 

Wenn eine Kanone nicht losgeht ist das folgende Verfahren anzuwenden:

  1. Das Versagen ist vom Mannschaftskapitän anzusagen, um sowohl seine Mannschaft als auch alle anderen in der Nähe darauf aufmerksam zu machen, daß es ein Problem gibt.
  2. Der Waffenkapitän der Waffe säubert das Belüftungsloch mit einem nichtmetallischen Belüftungschlüssel.
  3. Die Waffe wird dann mit einem nichtmetallischen Pulverlöffel neu geladen oder von einer behandschuhten Hand (eine Pulverflasche darf nicht benutzt werden).
  4. Der Waffenkapitän der Waffe wird dann prüfen ob es sicher ist, die Waffe abzufeuern. Wenn es so ist, zündet er die Waffe oder gibt den Befehl dazu.

 Wenn die Waffe nach drei Versuchen nicht losgeht, wird die Waffe auf die folgende Weise gesichert wenn der Waffenkapitän es für sicher hält:

  1. Der Waffenkapitän der Waffe säubert das Belüftungsloch mit einem nichtmetallischen Belüftungschlüssel.
  2. Wasser wird ins Zündloch gegossen um sicher zu stellen, daß keine Funken mehr brennen oder glühen.
  3. Die Verschlußschale wird entfernt, ohne sie auf jemanden zu richten, und an einer Stelle auf den Boden gelegt, wo sie für niemand gefährlich werden kann falls sie losgeht.
  4. Wenn kein sicherer Ort zur Verfügung steht, wird die Waffe außer Betrieb genommen.

 Jede Waffe, die nach Versagen oder anderen Sicherheitsrisiken außer Betrieb genommen wurde, signalisiert diesen Zustand an Marschälle und anderen Kapitäne (Waffen, Bogenschützen und Fußsoldaten) durch eine rote Fahne.

 

Eine Verschlußschale darf nicht während der Schlacht ausgebürstet werden, um die Ladung zu entfernen. Unter keinen Umständen darf Wasser in eine geladene Verschlußschale gegossen werden.

 

 

 Sicherheitsausrüstung

 

Alle Kanonenmannschaften müssen die folgenden Ausrüstungsgegenstände im Feld bei sich haben:

  1. Einen Eimer mit Wasser für das Auswischen der Waffen und für den Fall eines Feuers.
  2. Eine Feuerdecke um Feuer in der Nähe von Waffen oder Pulverkisten zu ersticken.
  3. Eine rote Fahne von mindestens 18” square an einer Holzstange 75 cm lang für das Anzeigen eines ernsthaften Problems bei den Marschällen
  4. Einen nichtmetallischen Ersatzbelüftungsschlüssel (es ist erstaunlich, wie oft man diese Dinger verlegt).

 

  Stangenfeuerwaffen

 

Die sind in letzter Zeit sehr populär geworden, daher behandle ich sie gesondert.

Alle Stangenfeuerwaffen werden in einer horizontalen Position abgefeuert, da das die sicherste Art ist. Den Kolben zum Abschießen auf dem Boden abzustützen ist nicht sicher und kann zu Verbrennungen und Explosionsverletzungen an Gesicht und Augen führen.

Stangenfeuerwaffen könen zum Abschießen auf Pavaisen oder Schilde gestellt werden, das ist völlig angemessen. Möglicherweise müssen Schützen von Stangenfeuerwaffen Schützen wegen Platzmangels an statischen Positionen schießen.

Stangenfeuerwaffen können mit losem Pulver oder Kartuschen geladen werden. Für Kartuschen gilt dasselbe wie bei den Kanonen:

1.      Der Innendurchmesser der Waffe beträgt mehr als 3,8 cm.

2.      Alle Kartuschen sind aus Papier.

3.      Die Kartusche wird vor dem Abschießen von einem Belüftungschlüssel, der nicht aus Eisen ist, durchstochen.

4.      Die Waffe wird nach jedem Schuß ausgewischt und -gebürstet.

5.      Die Kartusche ist nicht mit Klebeband beklebt.

Kartuschen aus Metallfolie dürfen nicht benutzt werden, da sie einen ernsten Gefahrenfaktor darstellen. Ladungen in Plastiktüten sind genausowenig erlaubt, da die Gefahr der Verunreinigung besteht.

 Alle pole guns müssen mit einem Ladepfropf ausgestattet sein wenn sie nicht benutzt werden.

Stangenfeuerwaffen mit einem Innendurchmesser von 25 mm müssen zwischen den Schüssen ausgebürstet und -gewischt werden.

 

Sicherheitsausrüstung

 

Alle Waffenmannschaften müssen die folgenden Ausrüstungsgegenstände im Feld bei sich haben:

  1. Eine Flasche (oder einen anderen Behälter) mit Wasser für das auswischen der Waffen (falls nötig) und im Fall eines Feuers.
  2. Einen nichtmetallischen Ersatzdorn ?pricker (es ist erstaunlich wie oft man diese Dinger verliert).

 

 Verfahren bei Versagen

 

Wenn eine Stangenfeuerwaffe nicht losgeht, ist das folgende Verfahren anzuwenden:

  1. Das Versagen ist vom Schützen anzusagen, um sowohl seinem Anzünder als auch den Personen in seinem Umkreis mitzuteilen daß er ein Problem hat.
  2. Der Schütze säubert das Belüftungsloch mit einem nichtmetallischen Dorn.
  3. Die Waffe wird mit Pulver von einem nichtmetallischen Pulverlöffel oder einer behandschuhten Hand neu geladen (eine Pulverflasche darf nicht benutzt werden).
  4. Der Schütze prüft dann, ob es sicher ist, die Waffe abzufeuern und wenn es so ist, zündet er die Waffe oder gibt den Befehl dazu.

 Eine Waffe, die nach drei Versuchen nicht losgegangen ist, wird außer Betrieb genommen. Keine Waffe darf während der Schlacht ausgebürstet werden, um die Ladung zu entfernen. Unter keinen Umständen darf Wasser in den Lauf der geladenen Waffe gegossen werden. Geladene Stangenfeuerwaffen, die nicht losgegangen sind müssen vom Feld genommen werden und an einen sicheren Ort, der vorher vom Marschall bestimmt wurde, gebracht werden.

 Schützen von Stangenfeuerwaffen und ihre Anzünder müssen stabile Handschuhe tragen, die ihrer Rolle entsprechen. Pulververbrennungen sind keine Kleinigkeit und das Risiko nicht wert, also tragt Handschuhe.

 

  Handfeuerwaffen / Musketen / Arkebusen etc.

 

Diese Waffenart ist wahrscheinich die unfallgefährdetste, da eine einzelne Person mit Pulver und Streihölzern arbeitet und gleichzeitig versucht, ein Auge darauf zu haben, was um sie herum passiert.

 Das Laden aus einer Pulverflasche mit Maß oder aus vorher abgemessenen Gefäßen ist akzeptabel.

Laden aus Kartuschen ist akzeptabel vorausgesetzt:

  1. die Kartuschen sind aus Papier,
  2. die Kartusche wird geöffnet und das Pulver wird in den Lauf geschüttet,
  3. das Papier der Kartusche dient als Ladepropf.

 Schützen von Handfeuerwaffen müssen zu jeder Zeit Handschuhe tragen.

Das Zünden von Handfeuerwaffen mit der Hand ist passend wenn es zur Waffe passt, z.B. eine Arkebuse, aber nicht bei Waffen mit ?serpentine (das Publikum sieht es).

Bei Handfeuerwaffen muß ein Ladepfropf benutzt werden

Ein Ladepfropf für Handfeuerwaffen kann sein:

  1. kommerzielles vorgeschnittenes, geschmiertes Kissenpolster,
  2. Leinenstückchen,
  3. Baumwollstückchen,
  4. gewaschene Schaffellstücke, (ohne Leder)
  5. benutzte Teebeutel.

 

Verfahren bei Versagen

 

Wenn eine Handfeuerwaffe nicht losgeht, ist das folgende Verfahren anzuwenden:

    1. Das Versagen ist vom Schützen anzusagen, um die Personen in seinem Umkreis darauf aufmerksam zu machen, daß er ein Problem hat.
    2. Der Schütze säubert das Belüftungsloch mit einem nichtmetallischen Dorn.
    3. Die Waffe wird mit Pulver von einem nichtmetallischen Pulverlöffel oder einer behandschuhten Hand neu geladen (eine Pulverflasche darf nicht benutzt werden und ja, ich weiß daß das unbequem ist, aber wenn eine Pulverflasche explodiert, macht sie eine ziemliche Schweinerei.
    4. Der Schütze prüft dann, ob es sicher ist, die Waffe abzufeuern und wenn es so ist, zündet er die Waffe oder gibt den Befehl dazu.

 Eine Waffe, die nach drei Versuchen nicht losgegangen ist, wird außer Betrieb genommen. Keine Waffe darf während der Schlacht ausgebürstet werden, um die Ladung zu entfernen. Unter keinen Umständen darf Wasser in den Lauf der geladenen Waffe gegossen werden. Geladene Pole guns, die nicht losgegangen sind, müssen vom Feld genommen werden und an einen sicheren Ort, der vor der Schlacht vom Marschall bestimmt wurde, gebracht werden.

 

 Sicherheitsausrüstung

 

Alle Schützen von Handfeuerwaffen müssen die folgenden Ausrüstungsgegenstände im Feld bei sich haben:

  1. Eine Flasche (oder einen anderen Behälter) mit Wasser für das auswischen der Waffen (fall nötig) und im Fall eines Feuers.
  2. Einen nichtmetallischen Ersatzdorn ?pricker (es ist erstaunlich wie oft man diese Dinger verliert).

 Nun etwas Stoff zum Nachdenkent…

 

 Maßnahmen zur Sicherheit

 

Das hier ist etwas, an daß jeder Schütze oder Assistent eines Schützen jedesmal wenn sie eine Waffe benutzen, denken sollten. Waffen sind gefährliche Gerätschaften, besonders in Anwesenheit von losem Pulver oder brennenden Streichhölzern. Daher hier ein paar grundlegende Dinge, an die man denken sollte.

Halte ein brennendes Streichholz immer von dir weg, wenn du Pulver bei dir hast, aber auch weg von der Kleidung des Schützen neben dir.

Paß auf den Wind auf, damit du weißt, in welche Richtung ein Funke fliegen wird, deiner oder von anderen (ein Funke eines Schützen neben mir flog mit dem Wind auf meinen Hut und brachte ihn zum Brennen).

Trag immer stabile Handschuhe um deine Hände zu schützen – sie können auf verschiedenste Art verletzt werden und du wirst den Rest der Saison nicht genießen wenn du Verbrennungen, Schnitte oder Blasen an den Händen hast.

Behandele deine Kleidung wenn möglich mit einem feuerhemmenden Spray (nicht authentisch aber nützlich) und trag nach Möglichkeit nur Naturfasern - sie brennen/schmelzen seh viel scherer als Nylon oder Fasern auf Plastikbasis.

Ist Deine Schießposition sicher? Hast Du genug Platz für den Ausstoß von Gasen oder ist jemand zu nahe dran? Bist du zu nah an einer anderen Waffe oder könntest Du von ihrem Gasausstoß oder Funken getroffen werden? Gibt es ein Feuer in der Nähe, von dem Funken in Deine Richtung fliegen könnten? Hast Du Wasser bei Dir oder weißt wo das nächste Wasser ist? Stest Du fest auf dem Boden oder ist es zu steil oder rutschig um während des Rückstoßes einen stabilen Stand zu haben? Hast Dr freie Sicht um Dich herum oder könnte jemand ohne Warnung vor Dir entlang laufen?

Trage nur ein brennendes Streichholz bei Dir wenn Du es brauchst.

Wann immer Du kannst, benutze vorher abgemessene Ladungen, da bei einem Unfall nur eine einzelne Ladung hochgeht und nicht eine ganze Pulverflasche. Bedenke auch dies: wenn Ihr vorher abgemessene Ladungen in feuersicheren Behältern in einer Kartuschentasche aus Leinen bei Euch tragt und die Tasche Feuer fängt, ist alles was passiert, daß die Tasche auseinander fällt und die intakten Ladungen einfach nur auf den Boden fallen. 

Geht im Zweifelsfall kein Risiko es ist es nicht wert, Euer Leben zu riskieren!!

  

 

Maßnahmen zur Ersten Hilfe

 

Die offensichtlichsten Verletzungen sind Verbrennungen durch eine Pulverstichflamme, Schitte durch explodierende Pulverflaschen oder Waffen, ernsthafte Stichwunden von Schrapnellen oder Ladestöcken / Bürsten, und gewaltsam abgetrennt Gliedmaßen. Alle diese Verletzungen sind ernsthaft und werden ohne die entsprechende Erste Hilfe schlimmer. Es gibt wenig was man anders machen kann als man es im Erste Hilfe Kurs gelernt hat, aber es gibt einige Besonderheiten Schießpulver betreffend, die ein Erste Hilfe Kurs nicht einschließt.

Verbrennungen

Verbrennungen können leicht sein und nicht mehr als kaltes Wasser brauchen, um die Wunde zu kühlen, oder sie können schwer sein. Jede Verbrennung, die die Haut zerstört, muß als ernsthafte Verletzung angesehen werden. Eine schwere Verbrennung bringt zusätzliche Probleme für den Ersthelfer: erstens kann sie bluten und zweitens - und wichtiger - kann Schießpulver in der Wunde sein. Eine offene Verbrennung von einer Schießpulverwaffe muß gespült werden, um die Wunde zu kühlen wie bei jeder Verbrennung, aber es müssen auch alle Spuren von Schießpulver entfernt werden um eine Blutvergiftung zu verhindern. Es ist unwahrscheinlich daß der Ersthelfer auf dem Feld viel tun kann, aber er sollte auf jeden Fall den Sanitätern Bescheid sagen. Außerdem darf man nicht vergessen, daß Schwefeldioxid, das Gas, das beim Verbrennen von Schießpulver entsteht, bei Kontakt mit Wasser Schwefelsäure bildet - die beste Behandlung ist das Spülen mit viel sauberem Wasser.

Schnittwunden

Auck diese können geringfügig sein und wie alle offenen Wunden behandelt werden, oder schlimmer. Schnittwunden müssen gesäubert und mit einem Verband bedeckt werden, damit kein Dreck oder Pulver hinein kommt. Wenn nach dem Spülen mit sauberem Wasser die Blutung immer noch stark ist, sollte man einen Druckverband machen, nicht abbinden, um das Blut zu stillen. Auch hier können Pulverpartikel entfernt werden müssen, also macht die Sanitäter darauf aufmerksam, daß Pulver in der Wunde sein könnte.

Stichwunden

Alle Stichwunden, die über einen einfachen Splitter hinaus gehen, der relativ schmerzlos entfernt werden kann, sind ernsthat. Holt einen Arzt wenn es um starke Schmerzen geht, das stechende Objekt zersplittert oder schmutzig (Dreck, Pulver etc.) ist, die Wunde blutet oder tief unter die Haut geht.  Entferne das Objekt nicht aus der Wunde sondern mach den Verband um das Objekt herum um das Blut zu stillen. Sag den Sanitätern über mögliches Pulver in der Wunde Bescheid. Wenn der Patient schwindelig, schläfrig oder wegen Gehirnerschütterung, Schock oder Blutverlust bewußtlos wird, halt ihn warm und gib ihm nichts zu essen oder zu trinken. Versuch ihn wach zu halten, indem du mit ihm sprichst bis der Notarztwagen kommt; das kann sein Leben retten.

Verlust von Gliedmassen

Diese Art von Verletzung ist wahrscheinlich für den Ersthelfer schlimmer als für die verletzte Person, die die verletzte Person etwa eine Stunde lang nach der Verletzung keine Schmerzen fühlt. Leg die Wunde so hoch wie möglich, benutze Druckbandagen und wenn du eine Plastiktüte hast, zieh sie über den Stumpf und mach sie mit einem elastischen Band fest. Bitte jemanden, nach den fehlenden Teilen zu suchen und falls etwas gefunden wird, halte es sauber und kalt. Diese Verletzung kann auch ernste Verbrennungen mit sich bringen und ist wahrscheinlich mit Pulver verunreinigt. Sag den Sanitätern wegen der Pulververunreinigung in der Wunde Bescheid. Stell sicher, daß nachher auch befragt und eventuell wegen Schock behandelt wirst, da es dir nach dieser Erfahrung wahrscheinlich auch nicht so gut geht.

 Hoffentlich wird es nicht nötig sein, deine Erst Hilfe Kenntnisse am Wochende einzusetzten, aber Unfälle passieren und es ist besser, vorbereitet zu sein. Finde vor der Schlacht heraus, wer die Ersthelfer in jeder Waffenmannschaft in deiner Nähe sind.

Letzte Änderung 08/10/04

By Colin Armstrong Maître des cannons "Company of Ordinance"


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