Der hundertjährige Krieg (1337-1435)

aus den Chroniken von Jean-Paul Froissart

Der "hundertjährige Krieg" zwischen Frankreich und England (1337-1453) war ein episodischer Kampf, der mehr als 100 Jahre dauerte, über weite Perioden ohne kriegerische Auseinandersetzungen. Die Schlachten waren brutal, doch es gab auch Situationen, bei denen sich die Ideale der "Ritterlichkeit" zeigten. Dies sind Auszüge aus der Chronik von Jean Froissart, die verschiedene Schlachten beschreiben.

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Die Schlacht von Crécy 1346

Die Schlacht von Poitiers 1356

Englische Verwüstungen in den 1370er Jahren

 

Der Krieg begann im Mai 1337 als König Philip VI von Frankreich versuchte, englisches Territorium im Herzogtum Aquitanien im Südwesten Frankreichs zu konfiszieren. Er endete im Juli 1453, als die Franzosen die Engländer endlich mit Gewalt vom Kontinent (ausser aus Calais) vertrieben. Der hunderjährige Krieg bestand aus einer Reihe von Chevauchees (Plünderungszügen), Belagerungen und Schiffsschlachten, durchsetzt mit Waffenstillständen und unruhigen Friedensphasen.

Einer der Hauptgründe für den hundertjährigen Krieg kreiste um die Beziehung zwischen den Königen von Frankreich und England bezüglich des Herzogtums Aquitanien im Südwesten Frankreichs. 1259 bestimmte der Vertrag von Paris daß Heinrich III (1216 - 1270) das Herzogtum als Lehen des französischen König halten sollte. Heinrich war Lehnsmann des französischen Königs und daher verpflichtet, ihm den Lehnseid zu schwören. (Das bedeutete daß der König von England jedesmal den Vasalleneid leisten mußte wenn die Krone von England oder Frankreich den Besitzer wechselten.) Jedoch war Heinrich König von England; wie konnte er König und gleichzeitig Vasall sein?

Die Kontrolle über den französischen Thron komplizierte die Sache noch. 1328 starb Karl IV, König von Frankreich ohne einen männlichen Erben. Edward III, der König von England hatte einen Anspruch auf den Thron über seine Mutter, die die Schwester von Karl war. Der andere wichtige Anspruchsteller auf den Thron war das Oberhaupt des Hauses Valois (Philip VI), Enkel von Philip III. Philip VI erhielt den Thron und wollte Aquitanien besetzen, um seine Macht zu festigen. 1338 führte Edward einen Überfall in französisches Gebiet, um seinen Anspruch zu verteidigen, und erklärte sich zwei Jahre später zum wahren König von Frankreich.

Vom Anfang des Krieges (1337) bis zur Schlacht von Orléans (1428-29) errangen die Engländer viele Siege, einschließlich der entscheidenden Schlachten von Crécy, Poitiers und Agincourt. Die Engländer gebrauchten eine neue Kriegführungsmethode, indem sie die Kräfte von Langbogenschützen und Rittern zu Fuß sehr erfolgreich kombinierten.

Bei der Belagerung von Orléans 1429 gewannen die Franzosen schliesslich die Oberhand. Jeanne d' Arc führte ein Entsatzheer, das die Engländer erfolgreich besiegte. Während der nächsten 25 Jahre besiegten die Franzosen die Engländer bei vielen Kämpfen und die Engländer zogen sich bis auf Calais aus Frankreich zurück.

 

Die Schlacht von Crécy (1346)

Die Engländer, die nach drei Schlachten auf dem Boden lagen und sich ausruhten, sobald sie die Franzosen sich nähern sahen, kamen leicht und ordentlich ohne Hast auf die Füße und ordneten ihre Truppen. Im ersten, das des Prinzen Heer war, standen die Bogenschützen in Formation und die Ritter am Grund des Schlachtfeldes. Der Graf von Northampton und der Graf von Arundel waren in guter Ordnung mit dem zweiten Heer am Flügel, bereit, des schwarzen Prinzes Heer zu unterstützen, sollte es nötig sein.

 

Die Herren und Ritter von Frankreich kamen nicht zusammen und geordnet zum Treffen, denn manche kamen vorher und manche kamen später in solcher Eile und böser Unordnung daß einer von ihnen den anderen behinderte. Als der französische König die Engländer sah, änderte sich seine Stimmung und [er] sagte zu seinen Marschällen: "Schickt die Genovesen zuerst aufs Feld, sie sollen die Schlacht im Namen von Gott und Saint Denis beginnen." Es gab etwa fünfzehntausend genovesische Armbrustschützen, doch sie waren es müde an diesem Tag 6 Meilen mit ihren Armbrüsten zu marschieren, daß sie zu ihren Wachtmeistern sagten: "Ihr könnt uns heute nicht in die Schlacht schicken, denn wir sind nicht im Zustand, große Taten zu vollbringen: wir brauchen mehr Ruhe." Diese Worte kamen dem Graf von Alencon zu Ohren, der sagte: "Ein Mann ist geschlagen mit solchen Lumpen, die im Moment größter Not mutlos und schwach sind." Zu dieser Zeit kam ein großer Regen und eine Finsternis mit furchtbarem Donner, und vor dem Regen flog eine große Anzahl Krähen über beide Heere, die vor dem Sturm flüchteten. Dann begann es aufzuklaren, und die Sonne schien hell in die Augen der Franzosen und auf die Rücken der Engländer. Als die Genovesen versammelt waren und sich näherten, machten sie viel [Gebrüll] und Geschrei, um die Engländer zu beschämen, doch die standen still und bewegten sich trotz all dem nicht: dann machten die Genovesen erneut einen Sprung und böses Geschrei und rückten vor und die Engländer gingen nicht einen Schritt zurück: sie machten einen dritten Sprung und Geschrei und rückten vor bis in Schußweite; dann schoßen sie heftig mit ihren Armrüsten. Sodann traten die englischen Bogenschützen einen Schritt vor und schossen ihre Pfeile so völlig [gleichzeitig] und so dick, daß es wie Schnee erschien. Als die Genovesen die Pfeile Köpfe, Arme und Brüste durchboren fühlten, warfen viele von ihnen ihre Armbrüste hin, durchschnitten ihre Sehnen und drehten verwirrt um. Als der französische König sie fliehen sah, sagte er: "Tötet diese Lumpen, denn sie werden ohne Grund fliehen und uns Ärger machen." Dann hättet Ihr die Ritter sehen sollen, wie sie über sie kamen und eine große Zahl von ihnen töteten: und die Engländer schossen immer weiter dorthin, wo sie die größten Massen sahen; die scharfen Pfeile durchbohrten die Ritter und ihre Pferde und viele fielen, Pferde und Ritter, unter die Genovesen, und als sie am Boden lagen konnten sie nicht mehr aufstehen, so dicht war das Gedränge, daß einer den anderen umwarf. Unter den Engländern waren manche Schurken, die zu Fuß mit großen Messern unter die Ritter gingen und viele ermordeten als sie am Boden lagen, Grafen, Barone, Ritter und Knappen, worüber der englische König später sehr verärgert war, denn er hätte sie lieber als Gefangene gehabt.

 

Der edle König von Böhmen, genannt Charles von Luxemburg, Sohn des noblen Kaisers Heinrich von Luxemburg, der beinahe blind war, sagte zu denen, die um ihn standen, als er die Schlachtordnung verstanden hatte: "Wo ist der Herr Karl, mein Sohn?" Seine Männer sagten: "Mein Herr, wir können es nicht sagen; wir denken, daß er kämpft. " Dann sagte er: "Meine Herren, Ihr seid meine Männer, meine Gefährten und Freunde auf dieser Reise: Ich will, daß Ihr mich so weit nach vorne bringt, daß ich einen Schlag mit meinem Schwert ausführen kann." Sie sagten, sie würden seinem Befehl folgen, und damit sie ihn in dem Gedränge nicht verloren, banden sie alle die Zügel ihrer Pferde aneinander und platzierten den König vor sich um seinen Wunsch zu erfüllen und so stürmten sie auf den Feind los. Karl von Böhmen, sein Sohn, der sich König von Deutschland nannte, kam in guter Ordnung zur Schlacht, aber als er sah, daß die Sache auf seiner Seite schief ging, zog er ab, ich kann nicht sagen, wohin. Des Königs Vater war so weit vorne, daß daß er einen Schlag mit seinem Schwert führte, ja und mehr als vier, und heldenhaft kämpfte, genau wie seine Kompanie; und sie begaben sich so weit vor, daß sie alle erschlagen wurden; und am nächsten Tag wurden sie alle um den König liegend gefunden, und alle ihre Pferde waren aneinander gebunden.

 

[Das Kontingent, das vom Sohn des Königs geführt wurde, vom schwarzen Prinzen, war im Kampf in Bedrängnis.] Dann kam das zweite Heer der Engländer, um dem Heer des Prinzen beizustehen, und es war höchste Zeit, denn sie hatten alle Hände voll zu tun, und die mit dem Prinzen waren schickten einen Boten zum König, der auf einem kleinen Windmühlenhügel war. Dann sagte der Ritter zum König: "Mein Herr, der Graf von Warwick und der Graf von Oxford, Sir Raynold Cobham und andere, die mit dem Prinz, Eurem Sohn sind, werden erbittert bekämpft; weshalb sie wünschen daß Ihr und Eurer Heer kommt und ihnen helfen; denn wenn die Franzosen stärker werden, was sie nicht bezweifeln, werden Ihr Sohn und sie viel Mühe haben. " Dann sagte der König: "Ist mein Sohn tot oder verletzt oder am Boden?" "Nein, Herr," sagte der Ritter, "aber er kommt kaum gegen den Gegner an; deshalb braucht er Eure Hilfe." "Nun," sagte der König, "kehret zu ihm zurück und zu denen, die Euch hergeschickt haben und sagt ihnen, sie sollen nicht mehr wegen irgendwelcher Abenteuer nach mir schicken, solange mein Sohn am Leben ist: und sagt ihnen auch daß sie ihm an diesem Tag helfen sollen, sich seine Sporen zu verdienen; denn wenn es Gott gefällt wird dieser Tag ihm gehöhren und denen die um ihn sind, und die Ehre dazu."

 

Die Schlacht von Poitiers 1356

Oftmals ist das Abenteuer der Liebe und des Krieges günstiger und wunderbarer als viele denken oder wünschen. Wahrlich, diese Schlacht, die nahe Poitiers auf den Feldern von Beauvoir und Maupertuis stattfand, war sehr groß und gefährlich, und viele Heldentaten, die dort getan wurden, blieben unbekannt. Die Kämpfer auf beiden Seiten hielten große Pein aus: König Johann tat an diesem Tag mit eigenen Händen Wunder: er hatte eine Axt in Händen, mit der er sich verteidigte und im Durchbruch des Gegners kämpfte. In der Nähe des Königs wurden der Graf von Tancarville, Jakob von Bourbon, Graf von Ponthieu, und der Herr Johann von Artois, Graf von Eu, und ein wenig weiter oben unter dem Banner der Hauptstadt von Buch wurden Karl von Artois und verschiedene andere Ritter und Knappen gefangen genommen. Die Jagd ging bis vor die Tore von Poitiers: viele wurden getötet und niedergeworfen, Pferde und Männer, denn die Einwohner von Poitier schlossen ihre Tore und ließen niemanden herein; daher gab es in der Straße vor dem Tor ein furchtbares Schlachten, Männer verletzt und niedergeworfen....

 

 

Dann gab es ein großes Gedränge, den König gefangen zu nehmen, und die ihn kannten riefen,"Herr, ergebt euch oder Ihr werdet sterben." Es gab einen Ritter von Saint-Omer, der im Sold des Königs von England stand, mit Namen Denis Morbeke, der den Engländern seit fünf Jahren diente, weil er in seiner Jugend dem französichen Reich wegen eines Mordes, den er in Saint-Omer begangen hatte, abgeschworen hatte. Er hatte das Glück, neben dem König zu stehen, als sie ihn holen wollten: er trat ins Gedränge vor und durch die Kraft seines Körpers und seiner Arme kam er zum französischen König und sagte in gutem Französisch, "Herr, ergebt Ihr Euch?" Der König sah den Ritter und sagte: "Wem soll ich mich ergeben? Wo ist mein Cousin, der Prinz von Wales? Wenn ich ihn sähe, würde ich mit ihm sprechen." Denis antwortete und sagte: "Herr, er ist nicht hier; aber ergebt Euch mir, und ich werde Eurch zu ihm bringen." "Wer seid Ihr?" sagte der König. "Herr," er, "ich bin Denis de Morbeke, ein Ritter aus Artois; aber ich diene dem König von England, weil ich aus dem französischen Reich verbannt bin und ich alles aufgegeben habe, was ich dort hatte. " Dann gab der König ihm seinen rechten Handschuh und sagte "Hier ergebe ich mich Euch." Es war ein großes Gedränge um den König, denn jeder Mann zwang ihn zu sagen "Ich habe ihn gefangen," so daß der König wegen des Gedränges nicht mit seinem jungen Sohn Philip vorwärts kam.

 

[Der schwarze Prinz sandte zwei Herren, um nach dem König von Frankreich zu suchen.] Diese zwei Herren nahmen ihre Pferde und ritten auf einen Hügel, um sich umzusehen: dann sahen sie eine Gruppe von Rittern, die recht müde zusammen kamen: da war der französische König, zu Fuß und in großer Gefahr, denn Engländer und Gascogner waren seine Meister; sie hatten ihn mit Gewalt von Denis Morbeke genommen, und die mit der meisten Kraft sagten "Ich habe ihn gefangen"; "Nein," sagte ein anderer, " Ich habe ihn gefangen"; so wetteiferten sie, wer ihn haben sollte. Um dieser Gefahr zu entgehen, sagte der französiche König: "Meine Herren, ereifert Euch nicht: geleitet meine Männer und meinen Sohn höflich zu meinem Cousin, dem Prinzen, und erstrebt nicht, mich zu nehmen, denn ich bin ein so großer Mann, daß ich Euch alle reich machen kann." Die Worte des Königs beschwichtigten sie ein wenig; dennoch machten sie Lärm und brüsteten sich mit der Gefangennahme des Königs. Als die zwei eben genannten Ritter das sahen und den Lärm hörten, kamen sie heran und sagten: "Meine Herren, worum geht es hier?" "Meine Herren," sagte einer von ihnen, " es geht um den französischen König, der als Gefangener hier ist, und mehr als zehn Ritter und Knappen beanspruchen seine und seines Sohnes Gefangennahme. "Da kamen die zwei Herren näher und drängten die anderen zurück, und befahlen ihnen im Namen des Prinzen und bei Todesstrafe, keinen Lärm mehr zu machen und sich dem König nicht weiter zu nähern, es sei denn sie erhielten den Befehl dazu. Da machten alle alle den Herren Platz, und sie stiegen ab und erwiesem dem König ihre Ehrerbietung und brachten ihn und seinen Sohn in Frieden zum Prinz von Wales.

 

Am Abend der Schlacht gab der Prinz in seinen Gemächern ein Essen für den König und für den größten Teil der edlen Herren, die gefangen genommen worden waren. Der Prinz setzte den König und seinen Sohn, den Herren Jakob von Bourbon, den Herren Johann von Artois, den Graf von Tancarville, den Graf von Estampes, den Graf von Dammartin, den Graf von Joinville und den Herrn von Partenay an einen Tisch, und andere Herren, Ritter und Knappen an andere Tische; und der Prinz war bemüht, den König so demühtig wie möglich zu behandeln und er setzte sich nicht an die Tafel des Königs, auch wenn dieser ihn darum bat, denn er sagte, er wäre nicht würdig, an der Tafel eines so edlen Herren, wie der König es sei, zu sitzen. Aber dann sagte er zum König "Mein Herr, um Gottes Willen grähmt Euch nicht, daß Gott an diesem Tage nicht Eurem Willen gefolgt ist; denn der König, mein Vater, wird Euch sicherlich mit soviel Ehre und Freundschaft behandeln, wie er nur kann, und wird so vernünftig mit Euch umgehen, daß Ihr auf immer Freunde sein werdet. Und, mein Herr, ich finde, Ihr solltet froh sein, auch wenn die Reise nicht so war, wie Ihr wolltet, denn an diesem Tag habt Ihr großes Ansehen durch Eure Tapferkeit gewonnen und an Heldenmut alle in Eurem Kommando übertroffen. Mein Herr, ich will Euch nicht verspotten, denn alle in Eurem Kommando die jedermanns Taten sahen, müssen ehrlich zugeben, daß Ihr den Preis und den Kranz verdient." Damit begannen die Franzosen zu murmeln und sagten untereinander, daß der Prinz nobel gesprochen habe und daß er sich bei aller Einschätzung als nobler Mann zeigen werde, wenn Gott ihm langes Leben schenke und er weiterhin Glück habe.

 

Englische Plünderungen in den 1370er Jahren

Der Prinz von Wales belagerte die Stadt Limoges etwa einen Monat lang, und es gab weder Angriffe noch Geplänkel, doch täglich wurde gegraben. Und die in der Stadt wußten, daß sie unterminiert wurden, und gruben einen Gegentunnel, um die englischen Gräber zu töten; doch sie schafften es nicht. Und als die Gräber des Prinzen sahen, wie der gegnerische Tunnel fehlschlug, sagten sie zum Prinzen: "Herr, wann immer Ihr wünscht, können wir einen Teil der Mauer in die Gräben stürzen lassen, wodurch Ihr die Stadt ohne Gefahr betreten könnt." Diese Worte gefielen dem Prinzen sehr und er sagte: "Ich will daß ihr morgen früh euer Werk ausführt." Dann legten sie Feuer im Tunnel und am nächsten Morgen, wie es der Prinz befohlen hatte, stürzte ein großer Teil der Mauer ein und füllte die Gräben, worüber die Engländer froh waren, denn sie standen auf dem Feld in Rüstung bereit, in die Stadt einzumarschieren. Die Fußsoldaten konnten nach eigenem Ermessen einziehen und das taten sie auch und rannten zum Tor und rissen die Barrikaden nieder, denn es gab keine Verteidigung gegen sie: es ging alles so schnell, daß die Stadt es nicht gemerkt hatte.

 

Dann betraten der Prinz, der Herzog von Lancaster, der Graf von Cambridge, der Graf von Pembroke, Guichard von Angle und all die anderen mit ihren Kompanien die Stadt, und alle anderen Fußleute, ausgerüstet um Böses zu tun, die Stadt zu plündern und auszurauben, und Männer, Frauen und Kinder zu töten, denn so war es ihnen befohlen worden. Es war ein Jammer, Männer, Frauen und Kinder zu sehen, wie sie vor dem Prinzen auf den Knien lagen; aber er brannte so vor Zorn, daß er sie nicht beachtete, so daß keiner angehört und alle umgebracht wurden. Es gab kein Mitleid mit den armen Leuten, die keinen Verrat verübt hatten, jedoch ein schlimmeres Schicksal erlitten, als die großen Herren, die Übel und Vergehen verübt hatten. Es gab kein Herz in Limoges das so hart war, daß es nicht in Gedanken an Gott voller Mitleid über das große Unheil vor seinen Augen weinte: denn mehr als dreitausend Männer, Frauen und Kinder wurden an diesem Tage erschlagen und geköpft, möge Gott ihrer Seelen gnädig sein, denn ich glaube sie waren Märtyrer.

 


 

Quelle:

Aus G. C. Macauly, Hrsg., The Chronicles of Froissart, Lord Berners, Übers. (London:

Macmillan and Co., 1904), S. 104-105, - Die Schlacht von Crécy, S. 128-131. - Die Schlacht von Poitiers, S. 201 - Plünderungen

Gescannt von Jerome S. Arkenberg, Cal. State Fullerton

 


 

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Letzte Änderung 27/09/04


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